Veranstaltungen

Sommersaison im Freilichtmuseum

23. April, 2026 - 28. September, 2026
23.04.26 - 28.09.26
Veranstaltungen

Sommersaison im Freilichtmuseum

Normales Ticket 18 €
Ermäßigtes Ticket 12 €
Familienticket 38 €

Freier Eintritt mit der Tallinn Card
Sommersaison im Estnischen Freilichtmuseum 23. April – 28. September
Alle Höfe, die Sutlepa-Kapelle, der Dorfladen Lau, das Kolchosen Wohnhaus und das 
Fabrikgebäude sind täglich geöffnet.
Kinder können sich auf dem Abenteuerpfad des Hirtenkindes Spaß zu haben.
Sonderöffnungszeiten
  • Am 9.06. ist der Eingang bis 16 Uhr und der Museumsbereich bis 17 Uhr geöffnet.
  • Am 23.06. ist das Museum bis 00:00 Uhr geöffnet.
  • Am 24.06. öffnet das Museum um 12 Uhr.
  • Kasse und Museumsshop 10 – 19
  • Kneipe Kolu 10 – 19
  • Bauernhöfe, Kuie Schule, Dorfladen Lau, Kolchosen-Wohnhaus und Vorgefertigtes Holzhaus 10 – 18
  • Kinderwelt im Bauernhof Kolga 10-18
  • Kutschfahrten 11-15:45
  • Der Abenteuerpfad des Hirtenkindes 10-20
  • Museumsbereich 10:00 – 20:00
„Das eigene Zuhause“ 

Ein Zuhause ist mehr als nur ein Ort – es sind die vertrauten Dinge, die Menschen, die

wir lieben, und die Erinnerungen, die uns begleiten. Unser Zuhause spiegelt wider,

wer wir sind, und jedes ist auf seine Weise einzigartig.
Das Estnische Freilichtmuseum lädt Sie ein, Häuser aus ganz Estland zu entdecken

und öffnet die Türen zu den Alltags- und Festtagstraditionen der Menschen, die hier

seit Jahrhunderten gelebt haben.

Alltägliche Aktivitäten auf den Bauernhöfen
Bauernhof Sassi-Jaani – Was bedeutet Zuhause?

Jahrhundertelang war der Bauernhof das Zuhause unserer Vorfahren. Doch ein

Zuhause bestand nicht nur aus dem Wohnhaus, sondern auch aus den

Nebengebäuden, dem Hof, den Weiden und Wiesen, den umliegenden Straßen und

Wäldern. Alles, was man mit eigener Arbeit geschaffen hatte, wurde Teil des Zuhauses.

Erfahren Sie um 11, 13 und 15 Uhr von der Hausherrin oder dem Hausherrn, welche

Gebäude und Orte einst zum Zuhause gehörten. Im Riegenhaus können Sie Ihr

eigenes Haus zusammensetzen.


Folk-konzerte

Vom 30.05. bis 30.08. auf dem Bauernhof Sassi-Jaani, jeden Samstag und Sonntag

ab 11:00 Uhr

Erleben Sie Live-Musik und traditionelle Tänze, Lieder, Spiele und Instrumente, die

für einen unterhaltsamen Dorfabend sorgen. Jedes Fest ist einzigartig und zieht die

Gäste aktiv in die Tänze und Spiele ein. Unterstützt vom Estnischen Kulturkapital.


Bauernhof Köstriaseme – das Gefühl der Heimeligkeit

Nach ihrer Befreiung aus der Leibeigenschaft vergrößerten die Bauern die Kammern

ihrer Riegenhäuser und richteten sie mit moderneren Möbeln ein. Wie in den Städten

fand Kunsthandwerk zunehmend seinen Platz in den Häusern. Diese handgefertigten

Stücke verliehen den Räumen eine besondere Heimeligkeit.

Erfahren Sie um 11:30, 13:30 und 15:30 Uhr von der Hausherrin, was im Zimmer am

schönsten ist. Bewundern Sie die kunstvollen Tagesdecken im Speicher – und

gestalten Sie Ihre eigene Dekoration für Ihren Lieblingsgegenstand!


Bauernhof Nuki – ein winziges Zuhause

Manchmal war das Zuhause klein und fühlte sich beengt an. Im Zuhause eines

Häuslers mussten die Familien zusammen mit ihren Haustieren leben und arbeiten.

Das Leben auf engem Raum lehrte sie Zusammenhalt und den Umgang mit

Herausforderungen.

Könnten Sie sich vorstellen, mit Ihrer Familie auf so engem Raum zu leben?


Bauernhof Pulga – heimische Wärme

Das Herzstück des Riegenhauses war der große Riegenofen. In ihm wurde Brot

gebacken, und mit seiner Wärme wurde Essen gekocht. Er stand in der Ecke des

Raumes und war fast schon wie ein Familienmitglied. Auch die Sauna war wichtig für

die Hygiene, die Gesundheit und um Kinder zu gebären.

Erfahren Sie um 12, 14 und 16 Uhr von der Hausherrin, wie oft der Riegenofen beheizt

werden musste und welche Saunasitten früher galten. Versuchen Sie auch,

Ihr eigenes Brennholz zu machen!

  • Die Rauchsauna wird am 18.06., 16.07. und 20.08. von 12 bis 17 Uhr beheizt.


Bauernhof Härjapea – das Zuhause im freien Land

Die Gründung der Republik Estland weckte großen Ehrgeiz. In ihrem eigenen Staat

begann man eifrig, die Heimatkultur und die nationale Identität zu kultivieren. In kurzer

Zeit entstanden zahlreiche schöne Bauernhöfe, blühende Gärten und bestellte Felder.

Auch selbstgemachte Volkstrachten waren sehr beliebt.
Erfahren Sie um 12:30, 14:30 und 16:30 Uhr von der Hausherrin, wie man Trachten

richtig trägt. Versuchen Sie sich selbst im Flechten.


Bauernhof Aarte – ein Zuhause wie bei den Nachbarn

In Nordestland gab es engen Kontakt zu den Finnen, deren Einflüsse sich im lokalen

Dialekt, in der Architektur und im Alltagsleben widerspiegeln. Jeder weiß, dass wir

Esten das Kaffeetrinken aus Finnland übernommen haben! Auch unsere

Schaukelstühle, Steppdecken und Flickenteppiche stammen von dort.
Welche finnischen Einflüsse entdecken Sie im Zuhause der Fischerfamilie Aarte?

 

Bauernhof Roosta – Nutztiere

Das Leben auf einem Bauernhof war ohne Nutztiere undenkbar. Dazu gehörten unter

anderem Kühe, Schweine und Pferde. Ein wertvolles Tier war auch das Schaf, das

nicht nur Nahrung und Kleidung lieferte, sondern aus dessen Fett man auch Kerzen

herstellte, um das Bauernhaus zu erhellen.

Erfahren Sie um 12, 14 und 16 Uhr von der Hausherrin, wie man aus Schafswolle

Garn herstellt. Versuchen Sie sich im Kardieren, Spinnen und Aufwickeln

eines Garnknäuels.

 

Bauernhof Jaagu – Hüterin des Hauses

Die Männer der Insel Muhu gingen lange auf Fischfang und verbrachten den Sommer

auf dem Festland mit Bau- und Forstarbeiten. Daher lag die Hauptlast der Hausarbeit

bei den Frauen. Sie pflügten und bestellten die Felder, versorgten das Vieh, erledigten

Handwerksarbeiten, erzogen die Kinder und ernährten, wenn nötig, sogar ihre Männer.

Welche Arbeiten musste eine Insulanerin wohl verrichten, um ihre Familie zu versorgen? 


Bauernhof Jüri-Jaagu – neue Familie, neues Zuhause

Hochzeiten waren ein wichtiges Ereignis und legten den Grundstein für eine neue

Familie und ein eigenes Zuhause. Die Hochzeitsgegenstände waren bunt und mit

kunstvollen Schriftzügen verziert, um Respekt und Anerkennung zu zeigen. Die Mitgift

half den frisch Vermählten, ein unabhängiges Leben zu beginnen.

Werfen Sie einen Blick in die Brauttruhe und erfahren Sie, woraus die Mitgift bestand.

Bestaunen Sie außerdem die prächtige Hochzeitskleidung.

Peipussee-russisches Haus – Pflege des Zuhauses und der Bräuche

Die aus Russland geflohenen Altgläubigen bauten in ihrer neuen Heimat am Peipussee

Häuser, die sich von denen der Esten unterschieden, und bewahrten ihre traditionellen

Bräuche. Sie lebten hauptsächlich vom Fischfang und vom Gemüseanbau. Besonders

bekannt ist die dortige Zwiebelkultur, die als Kulturerbe gilt.

Erfahren Sie um 12, 14 und 16 Uhr von der Hausherrin mehr über die Bedeutung von

Zwiebeln und Chicorée bei den Altgläubigen.

Die Ziegen vom Peipussee, Pipi und Juula, sind liebe und temperamentvolle

Persönlichkeiten, jede hat ihren eigenen Charakter, Lieblingsspeisen und Launen.

Von der Hausherrin können Sie über das Wesen und die Haltung von Ziegen

so einiges Interessantes erfahren. 


Setukesischer Bauernhof – Zuhause hier und jenseits der Grenze

Die orthodoxen Setukesen haben ihr Zuhause an der Grenze zwischen Estland und

Russland. Sie leben weitgehend eigenständig und haben ihre Sprache, ihre Küche,

ihre Volkstrachten und ihre Gesangstraditionen bewahrt. Unter anderem waren die

Setu-Männer für ihre Töpferkunst bekannt.

Erfahren Sie um 12:30, 14:30 und 16:30 Uhr von der Hausherrin mehr über die

Töpferkunst und fertigen Sie Ihr eigenes Werk an.

Der Seto-Hof ist die Heimat für die Museumskatze Vasso. Wenn sie sich nicht gerade

auf Mäusejagd befindet, liebt sie es, in der Hütte zu schlafen.


Bauernhof Sepa – das Zuhause als Zufluchtsort

In turbulenten Zeiten bieten die eigenen vier Wände stets den sichersten Halt.

Die ersten Jahre der Kollektivwirtschaft in Estland waren schwierig. Während man

sich in der Öffentlichkeit linientreu äußerte, konnte man zu Hause freier sprechen.

Erfahren Sie um 11, 13 und 15 Uhr von der Hausherrin, wie die Kolchosen in Estland

gegründet wurden und wie die Menschen in den Anfangsjahren lebten.


Schulhaus Kuie – die Schule und das Zuhause

Der estnische Bauer hatte schon immer den Wunsch, seinen Kindern eine bessere

Zukunft zu ermöglichen. Schulbildung wurde hoch geschätzt, und der Schulmeister

galt als eine wichtige Leitfigur im Dorf. Er unterrichtete nicht nur die Kinder, sondern

leitete auch den Gesangschor oder die Laienspielgruppe und führte in die häusliche

Kultur sowie in landwirtschaftliche Kenntnisse ein.

Erfahren Sie um 11:30, 13:30 und 15:30 Uhr von der Hausherrin mehr über das

Schulwesen. Versuchen Sie sich in Schönschrift oder schreiben Sie mit einem Griffel

auf eine Tafel.


Dorfladen Lau – Haushaltswaren für alle!

Der kleine Dorfladen führte alles, was ein Bauer brauchte – von Eisenwaren über

Lebensmittel bis hin zu Haushaltswaren. Die Ladenbesitzer wohnten in der Regel im

selben Gebäude und waren mit ihrem etwas städtischeren Zuhause ein Vorbild für

die Dorfbewohner.
Werfen Sie einen Blick in das Wohnzimmer des Ladenbesitzers neben dem Laden

und sehen Sie, wie es sich vom Bauernhaus unterscheidet.


Kolchosen-Wohnhaus

Im Wohnhaus der Stallarbeiter aus den 1960er Jahren können Sie einen Blick in die

Wohnungen der ländlichen Bevölkerung aus den 1960er, 1970er, 1990er und 2010er

Jahren werfen. Wie sah der Alltag in einer Gemeinschaftswohnung aus? Wie war das

Familienleben zur Blütezeit des Sozialismus? Was geschah auf dem Land nach der

Abschaffung der Kollektivwirtschaft?

Im Kellergeschoss können Sie sich einen kleinen Überblick über die Entwicklung des

estnischen Landlebens von den Kolchosen bis heute verschaffen. Die Welt des kleinen

Ilmar lädt Kinder zum Spielen ein.

Jeden Samstag von 12 bis 15 Uhr können Sie am Wäschetag des

Kolchosen-Wohnhauses teilnehmen. Jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr werden die

Rezepte der Sowjetzeit gekocht.


Welt der Bauernkinder auf dem Bauernhof Kolga – Zuhause bedeutet Verantwortung

Das Zuhause ist ein sicherer Ort, doch es bringt auch Verantwortung mit sich. Auch

die Kinder mussten zu Hause Verantwortung übernehmen. Schon in jungen Jahren

hüteten sie die Herde, halfen beim Unkrautjäten im Garten und bei anderen Arbeiten

auf dem Hof.

Die Hausherrin erklärt Ihnen gerne, welche Tiere in der Scheune wohnen und wie man

sich um sie kümmert. Entdecken Sie, wo Sie im Ausstellungsraum und im Garten

mithelfen können.


Der Abenteuerpfad des Hirtenkindes

Der Hirtenjunge Antsu und sein Freund Muri führen Sie auf dem Abenteuerpfad durch

Höfe, Wälder und Steinfelder und stellen dabei Ihre Geschicklichkeit auf die Probe.

Wie zu Zeiten der Hirten ist die Reise eine Mischung aus Arbeit und Spiel, Freude und

Sorgen, Angst und Versuchung. An der Kasse erhalten Sie eine Karte.


Kneipe Kolu – die Küche als Herz des Hauses

Die Kneipe Kolu bietet estnische Nationalgerichte in einem authentischen Gasthaus

aus dem 19. Jahrhundert an. Probieren Sie unseren Mulgi-Brei und Kama!


Zur Erkundung auf eigene Faust

  • Auf dem Rusi-Hof sehen Sie, wie mehrere Familien und eine Kinderschar in die
wenigen kleinen Kammern passten. Im Riegenzimmer ist eine Ausstellung über den
Bildhauer Juhan Raudsepp, dessen Kindheit auf dem Rusi-Hof verlief.

  • In der alten Holzkapelle von Sutlepa (dt. Sutlep) können Sie sich Zeit nehmen und
über die wichtigen Werte des Lebens nachdenken. Die geistlichen Lieder der
Küstenschweden helfen, sich die Gedankenwelt dieser Volksgruppe vorzustellen.

  • Im Erdgeschoss der Windmühle von Kalma sehen Sie Fotos von Windmühlen in Estland.


Gartenarbeiten auf dem Hof

Im Sommer lohnt es sich, den Blumenbeeten der Museumsbauernhöfe mehr

Aufmerksamkeit zu widmen. Viele der Blumen sind mit Namensschildern und einem

QR-Code in der Ecke des Schildes versehen, über den Sie mit Ihrem Smart-Gerät

detailliertere Informationen erhalten.

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