Sommersaison im Freilichtmuseum
Alle Höfe, die Sutlepa-Kapelle, der Dorfladen Lau, das Kolchosen Wohnhaus und das
Fabrikgebäude sind täglich geöffnet.
Kinder können sich auf dem Abenteuerpfad des Hirtenkindes Spaß zu haben.
Sonderöffnungszeiten
- Am 9.06. ist der Eingang bis 16 Uhr und der Museumsbereich bis 17 Uhr geöffnet.
- Am 23.06. ist das Museum bis 00:00 Uhr geöffnet.
- Am 24.06. öffnet das Museum um 12 Uhr.
- Kasse und Museumsshop 10 – 19
- Kneipe Kolu 10 – 19
- Bauernhöfe, Kuie Schule, Dorfladen Lau, Kolchosen-Wohnhaus und Vorgefertigtes Holzhaus 10 – 18
- Kinderwelt im Bauernhof Kolga 10-18
- Kutschfahrten 11-15:45
- Der Abenteuerpfad des Hirtenkindes 10-20
- Museumsbereich 10:00 – 20:00
Alltägliche Aktivitäten auf den BauernhöfenEin Zuhause ist mehr als nur ein Ort – es sind die vertrauten Dinge, die Menschen, die
wir lieben, und die Erinnerungen, die uns begleiten. Unser Zuhause spiegelt wider,
wer wir sind, und jedes ist auf seine Weise einzigartig.
Das Estnische Freilichtmuseum lädt Sie ein, Häuser aus ganz Estland zu entdeckenund öffnet die Türen zu den Alltags- und Festtagstraditionen der Menschen, die hier
seit Jahrhunderten gelebt haben.
Bauernhof Sassi-Jaani – Was bedeutet Zuhause?
Folk-konzerteJahrhundertelang war der Bauernhof das Zuhause unserer Vorfahren. Doch ein
Zuhause bestand nicht nur aus dem Wohnhaus, sondern auch aus den
Nebengebäuden, dem Hof, den Weiden und Wiesen, den umliegenden Straßen und
Wäldern. Alles, was man mit eigener Arbeit geschaffen hatte, wurde Teil des Zuhauses.
Erfahren Sie um 11, 13 und 15 Uhr von der Hausherrin oder dem Hausherrn, welche
Gebäude und Orte einst zum Zuhause gehörten. Im Riegenhaus können Sie Ihr
eigenes Haus zusammensetzen.
Bauernhof Köstriaseme – das Gefühl der HeimeligkeitVom 30.05. bis 30.08. auf dem Bauernhof Sassi-Jaani, jeden Samstag und Sonntag
ab 11:00 Uhr
Erleben Sie Live-Musik und traditionelle Tänze, Lieder, Spiele und Instrumente, die
für einen unterhaltsamen Dorfabend sorgen. Jedes Fest ist einzigartig und zieht die
Gäste aktiv in die Tänze und Spiele ein. Unterstützt vom Estnischen Kulturkapital.
Nach ihrer Befreiung aus der Leibeigenschaft vergrößerten die Bauern die Kammern
ihrer Riegenhäuser und richteten sie mit moderneren Möbeln ein. Wie in den Städten
fand Kunsthandwerk zunehmend seinen Platz in den Häusern. Diese handgefertigten
Stücke verliehen den Räumen eine besondere Heimeligkeit.
Erfahren Sie um 11:30, 13:30 und 15:30 Uhr von der Hausherrin, was im Zimmer am
schönsten ist. Bewundern Sie die kunstvollen Tagesdecken im Speicher – und
gestalten Sie Ihre eigene Dekoration für Ihren Lieblingsgegenstand!
Bauernhof Nuki – ein winziges Zuhause
Bauernhof Pulga – heimische WärmeManchmal war das Zuhause klein und fühlte sich beengt an. Im Zuhause eines
Häuslers mussten die Familien zusammen mit ihren Haustieren leben und arbeiten.
Das Leben auf engem Raum lehrte sie Zusammenhalt und den Umgang mit
Herausforderungen.
Könnten Sie sich vorstellen, mit Ihrer Familie auf so engem Raum zu leben?
Das Herzstück des Riegenhauses war der große Riegenofen. In ihm wurde Brot
gebacken, und mit seiner Wärme wurde Essen gekocht. Er stand in der Ecke des
Raumes und war fast schon wie ein Familienmitglied. Auch die Sauna war wichtig für
die Hygiene, die Gesundheit und um Kinder zu gebären.
Erfahren Sie um 12, 14 und 16 Uhr von der Hausherrin, wie oft der Riegenofen beheizt
werden musste und welche Saunasitten früher galten. Versuchen Sie auch,
Ihr eigenes Brennholz zu machen!
- Die Rauchsauna wird am 18.06., 16.07. und 20.08. von 12 bis 17 Uhr beheizt.
Bauernhof Härjapea – das Zuhause im freien Land
Bauernhof Aarte – ein Zuhause wie bei den NachbarnDie Gründung der Republik Estland weckte großen Ehrgeiz. In ihrem eigenen Staat
begann man eifrig, die Heimatkultur und die nationale Identität zu kultivieren. In kurzer
Zeit entstanden zahlreiche schöne Bauernhöfe, blühende Gärten und bestellte Felder.
Auch selbstgemachte Volkstrachten waren sehr beliebt.
Erfahren Sie um 12:30, 14:30 und 16:30 Uhr von der Hausherrin, wie man Trachtenrichtig trägt. Versuchen Sie sich selbst im Flechten.
Bauernhof Roosta – NutztiereIn Nordestland gab es engen Kontakt zu den Finnen, deren Einflüsse sich im lokalen
Dialekt, in der Architektur und im Alltagsleben widerspiegeln. Jeder weiß, dass wir
Esten das Kaffeetrinken aus Finnland übernommen haben! Auch unsere
Schaukelstühle, Steppdecken und Flickenteppiche stammen von dort.
Welche finnischen Einflüsse entdecken Sie im Zuhause der Fischerfamilie Aarte?
Bauernhof Jaagu – Hüterin des HausesDas Leben auf einem Bauernhof war ohne Nutztiere undenkbar. Dazu gehörten unter
anderem Kühe, Schweine und Pferde. Ein wertvolles Tier war auch das Schaf, das
nicht nur Nahrung und Kleidung lieferte, sondern aus dessen Fett man auch Kerzen
herstellte, um das Bauernhaus zu erhellen.
Erfahren Sie um 12, 14 und 16 Uhr von der Hausherrin, wie man aus Schafswolle
Garn herstellt. Versuchen Sie sich im Kardieren, Spinnen und Aufwickeln
eines Garnknäuels.
Die Männer der Insel Muhu gingen lange auf Fischfang und verbrachten den Sommer
auf dem Festland mit Bau- und Forstarbeiten. Daher lag die Hauptlast der Hausarbeit
bei den Frauen. Sie pflügten und bestellten die Felder, versorgten das Vieh, erledigten
Handwerksarbeiten, erzogen die Kinder und ernährten, wenn nötig, sogar ihre Männer.
Welche Arbeiten musste eine Insulanerin wohl verrichten, um ihre Familie zu versorgen?
Bauernhof Jüri-Jaagu – neue Familie, neues Zuhause
Peipussee-russisches Haus – Pflege des Zuhauses und der BräucheHochzeiten waren ein wichtiges Ereignis und legten den Grundstein für eine neue
Familie und ein eigenes Zuhause. Die Hochzeitsgegenstände waren bunt und mit
kunstvollen Schriftzügen verziert, um Respekt und Anerkennung zu zeigen. Die Mitgift
half den frisch Vermählten, ein unabhängiges Leben zu beginnen.
Werfen Sie einen Blick in die Brauttruhe und erfahren Sie, woraus die Mitgift bestand.
Bestaunen Sie außerdem die prächtige Hochzeitskleidung.
Setukesischer Bauernhof – Zuhause hier und jenseits der GrenzeDie aus Russland geflohenen Altgläubigen bauten in ihrer neuen Heimat am Peipussee
Häuser, die sich von denen der Esten unterschieden, und bewahrten ihre traditionellen
Bräuche. Sie lebten hauptsächlich vom Fischfang und vom Gemüseanbau. Besonders
bekannt ist die dortige Zwiebelkultur, die als Kulturerbe gilt.
Erfahren Sie um 12, 14 und 16 Uhr von der Hausherrin mehr über die Bedeutung von
Zwiebeln und Chicorée bei den Altgläubigen.
Die Ziegen vom Peipussee, Pipi und Juula, sind liebe und temperamentvolle
Persönlichkeiten, jede hat ihren eigenen Charakter, Lieblingsspeisen und Launen.
Von der Hausherrin können Sie über das Wesen und die Haltung von Ziegen
so einiges Interessantes erfahren.
Bauernhof Sepa – das Zuhause als ZufluchtsortDie orthodoxen Setukesen haben ihr Zuhause an der Grenze zwischen Estland und
Russland. Sie leben weitgehend eigenständig und haben ihre Sprache, ihre Küche,
ihre Volkstrachten und ihre Gesangstraditionen bewahrt. Unter anderem waren die
Setu-Männer für ihre Töpferkunst bekannt.
Erfahren Sie um 12:30, 14:30 und 16:30 Uhr von der Hausherrin mehr über die
Töpferkunst und fertigen Sie Ihr eigenes Werk an.
Der Seto-Hof ist die Heimat für die Museumskatze Vasso. Wenn sie sich nicht gerade
auf Mäusejagd befindet, liebt sie es, in der Hütte zu schlafen.
In turbulenten Zeiten bieten die eigenen vier Wände stets den sichersten Halt.
Die ersten Jahre der Kollektivwirtschaft in Estland waren schwierig. Während man
sich in der Öffentlichkeit linientreu äußerte, konnte man zu Hause freier sprechen.
Erfahren Sie um 11, 13 und 15 Uhr von der Hausherrin, wie die Kolchosen in Estland
gegründet wurden und wie die Menschen in den Anfangsjahren lebten.
Schulhaus Kuie – die Schule und das Zuhause
Dorfladen Lau – Haushaltswaren für alle!Der estnische Bauer hatte schon immer den Wunsch, seinen Kindern eine bessere
Zukunft zu ermöglichen. Schulbildung wurde hoch geschätzt, und der Schulmeister
galt als eine wichtige Leitfigur im Dorf. Er unterrichtete nicht nur die Kinder, sondern
leitete auch den Gesangschor oder die Laienspielgruppe und führte in die häusliche
Kultur sowie in landwirtschaftliche Kenntnisse ein.
Erfahren Sie um 11:30, 13:30 und 15:30 Uhr von der Hausherrin mehr über das
Schulwesen. Versuchen Sie sich in Schönschrift oder schreiben Sie mit einem Griffel
auf eine Tafel.
Der kleine Dorfladen führte alles, was ein Bauer brauchte – von Eisenwaren über
Lebensmittel bis hin zu Haushaltswaren. Die Ladenbesitzer wohnten in der Regel im
selben Gebäude und waren mit ihrem etwas städtischeren Zuhause ein Vorbild für
die Dorfbewohner.
Werfen Sie einen Blick in das Wohnzimmer des Ladenbesitzers neben dem Ladenund sehen Sie, wie es sich vom Bauernhaus unterscheidet.
Kolchosen-Wohnhaus
Im Wohnhaus der Stallarbeiter aus den 1960er Jahren können Sie einen Blick in die
Wohnungen der ländlichen Bevölkerung aus den 1960er, 1970er, 1990er und 2010er
Jahren werfen. Wie sah der Alltag in einer Gemeinschaftswohnung aus? Wie war das
Familienleben zur Blütezeit des Sozialismus? Was geschah auf dem Land nach der
Abschaffung der Kollektivwirtschaft?
Im Kellergeschoss können Sie sich einen kleinen Überblick über die Entwicklung des
estnischen Landlebens von den Kolchosen bis heute verschaffen. Die Welt des kleinen
Ilmar lädt Kinder zum Spielen ein.
Jeden Samstag von 12 bis 15 Uhr können Sie am Wäschetag des
Kolchosen-Wohnhauses teilnehmen. Jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr werden die
Rezepte der Sowjetzeit gekocht.
Welt der Bauernkinder auf dem Bauernhof Kolga – Zuhause bedeutet Verantwortung
Das Zuhause ist ein sicherer Ort, doch es bringt auch Verantwortung mit sich. Auch
die Kinder mussten zu Hause Verantwortung übernehmen. Schon in jungen Jahren
hüteten sie die Herde, halfen beim Unkrautjäten im Garten und bei anderen Arbeiten
auf dem Hof.
Die Hausherrin erklärt Ihnen gerne, welche Tiere in der Scheune wohnen und wie man
sich um sie kümmert. Entdecken Sie, wo Sie im Ausstellungsraum und im Garten
mithelfen können.
Der Abenteuerpfad des Hirtenkindes
Der Hirtenjunge Antsu und sein Freund Muri führen Sie auf dem Abenteuerpfad durch
Höfe, Wälder und Steinfelder und stellen dabei Ihre Geschicklichkeit auf die Probe.
Wie zu Zeiten der Hirten ist die Reise eine Mischung aus Arbeit und Spiel, Freude und
Sorgen, Angst und Versuchung. An der Kasse erhalten Sie eine Karte.
Kneipe Kolu – die Küche als Herz des Hauses
Die Kneipe Kolu bietet estnische Nationalgerichte in einem authentischen Gasthaus
aus dem 19. Jahrhundert an. Probieren Sie unseren Mulgi-Brei und Kama!
Zur Erkundung auf eigene Faust
- Auf dem Rusi-Hof sehen Sie, wie mehrere Familien und eine Kinderschar in die
Bildhauer Juhan Raudsepp, dessen Kindheit auf dem Rusi-Hof verlief.
- In der alten Holzkapelle von Sutlepa (dt. Sutlep) können Sie sich Zeit nehmen und
Küstenschweden helfen, sich die Gedankenwelt dieser Volksgruppe vorzustellen.
- Im Erdgeschoss der Windmühle von Kalma sehen Sie Fotos von Windmühlen in Estland.
Gartenarbeiten auf dem Hof
Im Sommer lohnt es sich, den Blumenbeeten der Museumsbauernhöfe mehr
Aufmerksamkeit zu widmen. Viele der Blumen sind mit Namensschildern und einem
QR-Code in der Ecke des Schildes versehen, über den Sie mit Ihrem Smart-Gerät
detailliertere Informationen erhalten.